Leerverkauf (Short) Rechner Berechnung des Liquidationspreises

Ermitteln Sie sofort, wie viel Puffer Ihre Short-Position noch hat und bei welchem Aktienkurs ein Margin Call droht. Ohne Berücksichtigung von Leihgebühren. Für Long-Positionen (Wertpapierkredit) nutzen Sie bitte den Margin Call Rechner.

Hinterlegte Sicherheit:
0
Ursprüngliches Volumen:
0
Ergebnisse werden unten automatisch angezeigt.
Formel: (Gesamtwert - Aktueller Marktwert) / Aktueller Marktwert
= [(0 + 0 + 0) - 0] / 0

Leerverkauf-Rechner: Vollständige Anleitung zum Risikomanagement

Tragen Sie Ihren Einstiegskurs und die Stückzahl ein, um sofort den Kurs zu ermitteln, bei dem ein Margin Call ausgelöst wird und Ihre Position zwangsweise liquidiert werden kann.

Was ist ein Leerverkauf (Short Selling)?

Beim Leerverkauf (auch Short Selling oder Leerverkaufsgeschäft) leiht sich ein Anleger Wertpapiere und verkauft diese an der Börse, in der Erwartung, sie später zu einem niedrigeren Kurs zurückzukaufen. Steigt der Kurs jedoch statt zu fallen, entstehen theoretisch unbegrenzte Verluste. Daher ist eine präzise Überwachung der Sicherheitsleistung (Margin) und des Liquidationskurses für jeden Marktteilnehmer unerlässlich.

Was ist ein Margin Call (Nachschusspflicht)?

Ein Margin Call (Nachschussforderung) tritt auf, wenn das Deckungsniveau Ihres Kontos unter die vom Broker vorgeschriebene Mindestdeckung (Maintenance Margin, üblicherweise 25–40 %) fällt. Der Broker fordert Sie auf, zusätzliche Sicherheiten einzuzahlen. Erfolgt keine Einzahlung innerhalb der gesetzten Frist, wird die Short-Position zwangsweise geschlossen (Zwangsliquidierung).

Funktionsumfang des Rechners

  • Liquidationskurs: Berechnen Sie präzise, bei welchem Aktienkurs Ihr Broker die Position automatisch schließt.
  • Margin-Call-Niveau: Ermitteln Sie den Kurs, bei dem Sie eine Nachschussforderung erhalten, bevor die Liquidation erfolgt.
  • Aktuelle Deckungsquote: Prüfen Sie in Echtzeit, ob Ihre Position noch sicher ist oder sich in der Gefahrenzone befindet.
  • Erforderlicher Nachschuss: Erfahren Sie genau, wie viel Sie einzahlen müssen, um die Deckungsquote wieder auf ein sicheres Niveau zu heben.

So verwenden Sie den Rechner

  • Verkaufskurs (Entry): Der Kurs, zu dem Sie die Leerverkaufsposition eröffnet haben.
  • Stückzahl: Die Anzahl der leerverkauften Aktien.
  • Initial Margin (%): Der Prozentsatz des Gesamthandelswerts, den Sie als Sicherheit hinterlegt haben (üblicherweise 50–90 %).
  • Maintenance Margin: Die Mindestdeckung, die Ihr Broker vorschreibt.
  • Aktueller Kurs: Der aktuelle Marktpreis der leerverkauften Aktie.

Praxisbeispiel

Angenommen, Sie verkaufen 100 Aktien leer zu 50 € mit einer Initial Margin von 50 %:

  • Gesamtvolumen der Position: 5.000 €
  • Hinterlegte Sicherheit: 2.500 €
  • Steigt der Kurs auf 62,50 €, sinkt die Deckungsquote auf das Minimum — ein Margin Call wird ausgelöst.
  • Sie müssen zusätzliches Kapital einzahlen, um eine Zwangsliquidierung zu verhindern.

Praxistipps für Leerverkäufer

  • Setzen Sie eine Kursbenachrichtigung auf Höhe des berechneten Margin-Call-Kurses, um bei plötzlichen Kursanstiegen sofort reagieren zu können.
  • Halten Sie in volatilen Marktphasen (z. B. Berichtssaison, Notenbanksitzungen) eine höhere Deckungsreserve vor.
  • Berücksichtigen Sie Leihgebühren (Wertpapierleihe) bei der Rentabilitätsplanung — diese laufen täglich auf.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sind die Verluste beim Leerverkauf wirklich unbegrenzt?
Theoretisch ja. Während eine Long-Position maximal den eingesetzten Betrag verlieren kann, kann eine Short-Position unbegrenzte Verluste verursachen, da der Kurs theoretisch unbegrenzt steigen kann. Stop-Loss-Orders sind daher unverzichtbar.

Werden Gebühren und Leihkosten in der Berechnung berücksichtigt?
Nein. Die Berechnung schließt Brokergebühren, Wertpapierleihe-Gebühren und Steuern nicht ein. Für eine realistische Gesamtkostenbetrachtung fügen Sie diese Kosten bitte manuell hinzu.

Kann ich diesen Rechner auch für Futures oder CFDs verwenden?
Die Margin-Logik ist ähnlich, allerdings unterscheiden sich die genauen Parameter je nach Instrument und Broker erheblich. Nutzen Sie den Rechner als Orientierungshilfe für Aktien-Leerverkäufe.

Wie unterscheidet sich der Liquidationskurs vom Margin-Call-Kurs?
Der Margin-Call-Kurs markiert den Punkt der Nachschussforderung. Der Liquidationskurs ist der Kurs, bei dem ohne Einzahlung die Zwangsliquidierung erfolgt.